Archiv für März 2012

Beauty Blogs

So, da es mir irgendwie gerade im Kopf rumspukt(und ich dank Krankschreibung ausnahmsweise mal zu viel Zeit hab), gestehe ich nun mal eine weitere Sache, die ich an mir selbst ordentlich uncool finde:

Ich mag Schminke.

Und ich spreche hier nicht von, sagen wir, ein wenig Wimperntusche, und nem getönten Lippenbalsam oder so. I‘m talking about Concealer, Foundation, Contouring Powder, Rouge, Bronzer, Primer, Base, Eyeshadow, Mineral Powder, Eyeliner, Lipstick, Fixing Spray und weiß der Teufel was noch alles.
Ich hab mehr von dem Scheiß, als ich in meinem Leben jemals aufbrauchen kann (zumal der meiste Matsch auch noch ein Verfallsdatum hat, seufz).

So, der Punkt ist, ich sehe mich selbst eigentlich nicht besonders als, naja, Mädchen-Mädchen.
Ich hab als Teenager immer eher Rollenklischee-untypische Hobbies gehabt(Schlagzeug, Kampfsport, so Zeugs), ich bin überwiegend mit Jungs befreundet, und meine Paar Mädchenfreunde sind eigentlich auch keine typischen Mädchen.
Das heißt nicht, dass ich generell was gegen Frauen habe, es fällt mir nur schwer, mit Menschen warm zu werden, deren soziale Konstellationen sich dauernd völlig (zumindest in meinen Augen) willkürlich ändern.
Wenn ich jemanden mag, dann bleibe ich da eigentlich auch erstmal bei. Man muss schon mehrmals richtig große Scheiße bauen, um mich dazu zu kriegen, eine Freundschaft absichtlich zu beenden, und das ist mir in meinem Leben eigentlich auch erst einmal passiert, mit einem Mädchen, das, wie sich herausstellte, wirklich ernste psychische Probleme hat, und irgendwo hörts selbst mit meinem Helfersyndrom auf.
Wenn sich nun also „richtige“ Mädchen dauernd neu überlegen, wem gegenüber sie gerade loyal, und gegen wen sie gerade verschworen sind, dann irritiert mich das.
Und wenn ebensolche Mädchen mir dann völlig ungefragt erzählen, wie furchtbar gemein ihr Boifrääänd grad wieder ist, nur weil der arme Kerl keine Lust hat, seine komplette Lebensplanung anhand ihres Terminkalenders auszurichten, dann kann ich da irgendwie so gar kein Mitgefühl für aufbringen.

Und genau deswegen (um wieder zum Punkt zu kommen), empfinde ich es immer ein Bisschen als Verrat an meiner Gesinnung, wenn ich dann plötzlich mit ebenjenem Ätz-Mädel ein stundenlanges gemeinsames Thema habe: Weibliche Kriegsbemalung.
Nun ist es nicht so, dass ich jede Form von Selbstverschönerung als Masturbation (na, wen zitiere ich da?) oder Modediktat-Sklaverei verteufeln würde.
Ich mag schöne Dinge, und ich freue mich eigentlich auch immer über schöne Menschen, ganz ohne Hintergedanken, ich bin einfach ein recht visueller Mensch.
Demnach kann ich natürlich nicht leugnen, dass ich mich auch darüber freue, wenn die Person die mich aus dem Spiegel anstarrt, einen zumindest passablen Anblick bietet.
Mittlerweile ist das aber zu genau der Sache ausgewachsen, über die ich als 13-jährige noch spottete: Wenn ich ohne getuschte Wimpern, abgedeckte Augenränder, und zumindest einem Hauch Rouge auf den Wangen aus dem Hause gehe, dann bete ich bei jedem Schritt, dass mich bloooß niemand sieht, den ich kenne, oder den ich gerne kennen würde.
Das kommt mir selbst etwas schizophren vor, weil ich doch nunmehr schon seit Jahren meine heiß geliebten Adidas-Turnschuhe zu Tode trage, an meiner Tasche hauptsächlich super finde, dass Batman drauf ist (und dass das ganze öffentliche-Verkehrsmittel-Mitfahrer-ausblend-Equipment reinpasst), und mich gelegentlich dabei ertappe, an einem Shirt vom Vortag zu schnuppern und „geht noch“ zu verkünden.

Der geneigte Leser wird es vielleicht schon aus früheren Posts herausgelesen haben, aber nur um das nochmal klarzustellen:
Das alles bedeutet keineswegs, dass ich plane mein Verhalten zu ändern.
Ich mag mich eigentlich ganz gerne.
Es geht hier vielmehr darum, dass ich versuche, diesen Blog nicht zu etwas werden zu lassen, was praktisch das öffentliche Äquivalent zu einem Bewerbungsschreiben ist.
Ich schreibe dies hier nicht, weil ich will, dass Leute mich gut finden. Ich habe an sich nichts dagegen, aber ich will mein Innenleben auch nicht beschönigen, um Anerkennung zu kriegen oder sowas.
Also schreibe ich hier nicht nur auf, was mich meiner Meinung nach gut dastehen lässt, sondern einfach, naja, was mir grad so in den Kopf kommt, deal with it :)

Wer nach der Überschrift erwartet hat, ich würde jetzt irgendwelche Schönheitstipps vom Stapel lassen, den muss ich enttäuschen, zwar kann ich, wie gesagt einiges zu dem Thema beisteuern, aber das tun tausend andere Blogmädchen da draußen auch schon, und zumindest die meisten von denen können das wohl auch besser als ich.

Also bis zum nächsten mal ^^

Hm.

Nachdem mich heut jemand wiedergefunden hat, der meinen blog damals las, ist mir auch wieder eingefallen, dass ich mal einen hatte :)
Und da sich ja eindeutig eine Tendenz in Richtung Selbstdarstellung abzeichnet, tja, mach ich jetzt eben auch so weiter:
Seit dem letzen Post hat sich folgendes getan:

1. Ich verkaufe jetzt keine Kinokarten mehr, sondern Bücher.
Und zwar so richtig ausbildungsmäßig, Vollzeit, bäh.
Wie üblich hatte ich dabei ein erstaunliches Händchen dafür, den Berufszweig zu erwischen, dem es gerade ganz schön schlecht geht.
Aber naja, ich kann sowieso nichts, was Reichtum verspricht, und irgendwie ne Ausbildung fertig kriegen ist ja schonmal ein Anfang, vielleicht.

2. Ich wohne nicht mehr bei meinen Eltern, sondern in einer WG mit zwei meiner längsten und besten Freunde.
Das ist ganz angenehm eigentlich, weil die was Haushaltsangelegenheiten angeht mehr Mädchen sind als ich, und wenn mich keiner zwingt aufzuräumen und zu putzen, würde ich vermutlich zwischen Bücher- und Klamottenbergen kleine Tunnel anlegen müssen, durch die ich mich bewegen kann :)
Außerdem können die auch noch kochen, und es ist auch einfach generell schön, jemanden zu haben, mit dem man nach der Arbeit abends die lustigen und traurigen Geschichten des Tages teilen kann.
Dass mich die Rohre in diversen Energiegewinnungsanlagen nur mäßig interessieren, und ich von Tontechnik und so nem Zeug keine Ahnung habe, stört dabei genau so wenig, wie dass meine Mitbewohner ihrerseits in der glücklichen Position sind, nicht gelegentlich doofe Bücher an doofe Menschen empfehlen zu müssen.
Und dass ihre Chefs nicht dauernd an ihrer Bekleidung herummeckern, weil man angeblich in Kapuzenpullis, Jeans und „Turnschuhen“(tsk!) nicht ernst genommen wird.
So ein Quatsch, ich bin geneigt, die Kompetenz eines Angestellten in einem Geschäft danach zu bewerten, was er sagt und ob er mir helfen kann. Solang er nicht komisch riecht und freundlich ist, ist mir eigentlich ziemlich wurscht, was jemand anhat.
Dass ich mir die Haare in einer in der Natur auftretenden Farbe gefärbt habe, ist schon ein deutlich größeres Opfer, als die wissen können für mich.

3. Ja… äh… ich fürchte, das wars eigentlich irgendwie auch schon.
Ich arbeite, esse, schlafe, sehe fern oder Filme, lese Bücher, lungere vorm Computer/Nintendo DS/manchmal PS2 und Wii rum, und aaab und zu sehe ich sogar mal andere Menschen als die auf der Arbeit und die, mit denen ich zusammenwohne.
Samstage mache ich grundsätzlich durch, weil ich da arbeiten muss und von da aus dann sofort ausgehe, dann schlafe ich Sonntags ziemlich viel, besuche Abends meine Eltern (manchmal gucken wir sogar Tatort xD), und mehr ist in meinem Leben eigentlich nicht los.

Fazit des Tages:
Arbeit macht langweilig!