Archiv der Kategorie 'Kultur und so'

Bücher machen intellektuell (für die Nicht-Rampue-Tollfinder:Dies ist ein Zitat)

So. Da bin ich also wieder. Und ich habe heute angefangen ein Buch zu lesen. Nein, nicht einfach ein Buch, sondern eines der tollsten, wenn nicht sogar das tollste Buch der Welt(ist euch schon mal aufgefallen, dass eine Menge Superlative sich in meinen Texten gegenseitig die Klinke in die Hand geben? Mir irgendwie jetzt erst. Vielleicht sollte ich immer ein Paar Kekse für sie parat haben.) ! Das Buch heißt „Die Känguru-Chroniken“ und wurde geschrieben von einem Marc-Uwe Kling. Und eine komplette Straßenbahnbesetzung muss mich für ziemlich merkwürdig gehalten haben, während ich da so herumblätterte und hysterisch vor mich hinkicherte. Also, ich will ja keine Schleichwerbung machen oder so, aber LEST DIESES BUCH! Wenn ihr es nicht bezahlen wollt, dann leiht es euch aus oder klaut es( Oha, autsch, Imperativ, nicht gut, nachher sagt man mir hier den Aufruf zur Kriminalität nach, also, äh, ihr KÖNNTET es auch theoretisch klauen, was aber gesellschaftlich in Deutschland nicht besonders anerkannt ist. Hah, Konjunktiv UND beiläufiger Hinweis auf rechtliche Folgen im Nebensatz, nicht übel, was?). Man könnte mir vorwerfen, dass eine Literaturempfehlung möglicherweise eine etwas profane Art ist, seine relativ lang andauernde ereignislosigkeitsbedingte Blog-Abstinenz zu beenden, aber ich finde diese Nachricht wichtig genug, um sie umgehend in die Welt hinaus zu tragen.
Oh ach ja, Abitur hab ich seit heute morgen übrigens auch irgendwie.

Eine neue Episode frustrierender Abendgestaltung

Mal wieder ein Konzert-Erfahrungsbericht, in diesem Fall wird es wohl einer, bei dem die Band nicht sehr gut wegkommt… Am Freitag, dem 20.03, wohnte ich einem Liveauftritt der von mir eigentlich sehr verehrten Band Bonaparte bei, bei dem vermutlich soziemlich alles schiefging was überhaupt möglich ist. Erstmal war die Schlange vor dem Laden schon so riesig, dass ich mich drauf einrichtete, sowieso nicht mehr reinzukommen. So ganz kampflos aufgeben wollten wir aber auch nicht, also stellten wir uns trotzigerweise(und übrigens auch frierend) trotzdem an. Und siehe da: Wir hatten Glück, zwei Mädchen, die noch zwei Karten übrig hatten sprachen uns an (wieder mal zahlte sich der Ketchupkopf aus,über mangelnde Aufmerksamkeit kann ich mich wirklich nicht beschweren), und zack, hatten wir die Garantie reinzukommen und sogar nur den Vorkassenpreis dafür bezahlt, fein, bis dahin also alles prima. Dummerweise änderte das natürlich nichts an den gewaltigen Menschenmassen, die da schon reinspaziert waren bevor wir kamen. Die Garderobe hatte also schonmal geschlossen. Ja, dumm glaufen, da stand ich also mit meinem Wintermantel und der großen Tasche, hatte mich blauäugigerweise auf die Garderobe verlassen. Nächstes Problem: Die Bewegungsmöglichkeiten in dem Laden waren natürlich gewaltig eingeschränkt, was aber wieder mal kaum jemanden davon abhielt, schon beim Soundcheck zu tanzen, als wolle er einen Schwarm Hornissen verscheuchen. Also wurde man auch noch die ganze Zeit wellenförmig durch die Gegend gerempelt. In unserem Fall(dank untergehakten Armen wurden wir wenigstens nicht voneinander getrennt) bedeutete das, dass wir uns plötzlich in der ersten Reihe befanden, was ich ja normalerweise eigentlich ganz prima finde, in diesem Fall hätte ich aber gerne drauf verzichtet. Nachdem ich die begründete Angst mitgeteilt hatte, dass die Herren hinter mir mir den Arm brechen würden wenn sie den weiter so zwischen sich geklemmt lassen würden(nicht dass das Absicht gewesen wäre, sie konnten sich genausowenig bewegen wie ich), schafften wir es dann irgendwie doch, uns weiter nach Hinten zu wühlen, wenn auch nicht ohne Jägermeister auf meinem neuen weissen Shirt und einige weitere unerfreuliche Zwischenfälle. Hinten wars aber eigentlich auch immer noch ziemlich voll. Ja nun, zur Musik wollte ich ja auch noch was sagen: Es gab dauernd technische Probleme, deswegen eine Menge (wieder ausgiebig lebensmüde betanzte) Überbrückungsmusik, als es dann endlich so richtig losging, verkackte der Sänger seinen Text erstmal völlig, da stellt sich natürlich nicht ohne Grund die „Who took the yellow little Pill?“-Frage, ich hatte da nen Verdacht… Überhaupt schienen die alle etwas neben der Spur zu sein, was sich auch merklich auf die Musik auswirkte: Es klang grausig, und ich bin eigentlich ein großer Fan von dem einen oder anderen Misseton auf Konzerten(wenns klingt wie auf CD ist ja langweilig), aber das war selbst für mich zu viel. Der größere Teil des Publikums war allerdings so betrunken, dass das vermutlich eh egal war. Abschließend würde ich also sagen, dass Bonaparte, für deren Lieder meine Begeisterungs ungetrübt ist, tatsächlich eine der wenigen Bands sind, die ich auf Aufnahmen besser finde als live.
Hiermit verabschiede ich mich für heute, und hoffe, dass diese wieder mal absolut nicht objektive Konzertrezension niemanden wütend auf mich macht :)

„Kino – Dafür werden Filme gemacht“

Komme grad aus der Vor-Vor-Premiere von „Twilight“.War nicht so grausam wie die meisten Filme, deren Romangrundlage ich vorher gelesen hatte, auch wenn natürlich wieder wie bekloppt die Story verändert wurde um zu kürzen. War aber immerhin eine in sich halbwegs schlüssige Änderung, kann man ja nicht von allen Bestsellerverfilmungen behaupten. Das Einzige, was mir ziemlich auf den Keks ging waren die kreischenden Preteens um uns herum, wäh. Gut, man mag an dieser Stelle anmerken, dass ich möglicherweise auch ein wenig zu alt für kitschige Teenie-Vampirfilme bin, und man hat wahrscheinlich Recht damit. Aber was solls, ich werd wohl nie zu alt für Kitsch werden. Erwachsen werden kann ich wenn ich tot bin. Oder ging das Sprichwort anders?
Äußerst erstaunlich fand ich die Ähnlichkeit einer Nebenfigur des Films mit DerTanteRenate alias Norman von Bratze:

Abgefahren oder? Michael Welch heißt der Herr, vielleicht ein verlorener Zwilling?
Äh ja,viel mehr hab ich heut auch gar nicht zu erzählen glaub ich. Achso, neue Kamera, ein weiteres mich als Nerd entlarvendes Blödsinnsspielzeug. Das sagen jedenfalls meine Freunde. Holga heißt das gute Stück(einfach ins freundliche google-Fensterchen eintippen falls Interesse besteht), und wie ich heute in einer Mädchenzeitschrift las(wozu rausreden, meine Leidenschaft für Schund dürfte hier ja bereits bekannt sein), liege ich damit sogar noch total im Trend, super. Trotzdem starren einen die meisten Leute an wie ein Alien wenn man diesen schrottigen Plastikklotz auspackt, und dann auch noch behauptet, dieses Steinzeitrelikt würde FOTOS MACHEN, unmöglich, da ist ja gar kein Display. Werde den ersten verknipsten Film die Tage mal entwickeln lassen. Erwarte keine Meisterwerke(was man durch den Sucher sieht muss nicht zwangsläufig auf dem Foto sein), aber wenn ein Zufallstreffer dabei sein sollte, werdet ihr ihn zu sehen kriegen, versprochen.
Jetzt geh ich zurück zu meinen Kitschromanen, Modeheftchen und irratonalen Retro-Utensilien. Wie uncool ich mich selbst finden müsste, wenn ich nicht ich wäre :D

Arg,sie haben Radamés geknebelt!

So,nach langer langer Zeit beehre ich meine treue Leserschaft(grob überschlagen handelt es sich dabei um ca 2-3 Personen,aber immerhin) mal wieder mit dem, was ich am allerbesten kann: Meckern. Heutiges Objekt meiner Abneigung: Ein halbfreiwilliger Opernbesuch,der meine ursprünglichen Pläne zumindest in Teilen zerschmetterte, und dessen Beurteilung meinerseits mich wahrscheinlich offiziell zu einem medienverseuchten Kulturbanausen erklärt. Also, erstmal zum Anlass der Ganzen Aktion: Eine Freundin von mir(wer diesen Blog längerfristig verfolgt dürfte sie unter dem Namen „200-Meter-Olle“ kennen) hat bei der aktuellen Aida-Inszenierung im Musiktheater Gelsenkirchen eine Statistenrolle angenommen, ihre Schilderungen zu den wie es klang menschenunwürdigen Proben (zB 3 Stunden Sit-Ups in einer Metallbadewanne) machten mich neugierig, und meine Eltern hatten meinem Patenonkel und seiner Freundin sowieso mal einen gemeinsamen Theater- bzw Opernbesuch versprochen. Die vergünstigten Karten taten ihr Übriges, und so war ich gezwungen,meine eigentliche Abendplanung (mal wieder ein Egotronic-Konzert, dieses Mal in Dortmund) hinten anzustellen,also erst in die Oper zu gehen,um danach zur Haltestelle zu stürzen(was natürlich wieder mal nicht so richtig hingehauen hat, irgendwie sind meine Pläne einfach grundsätzlich zu optimistisch fürchte ich).
Nun hatte ich bisher keinerlei Erfahrungen mit der klassischen Oper,sowieso finde ich es aber tendenziell eher unangenehm,wenn Leute, die eigentlich Schauspielern sollen, dann auch noch singen.Musicals,egal ob auf der Bühne oder verfilmt,waren also auch nie so meine Tasse Tee, auch wenn der von mir hochgradig verehrte Tim Burton sowas bastelte,konnte dies mich nicht begeistern,selbst mit Helena und Johnny nicht,obwohl ich beide ohne zu zögern heiraten würde,schon allein um ihnen den ganzen Tag zerrupfte Kleider bzw lustige Scherenhandschuhe und Piratenkostüme anzuziehen,hach….Ähh, wie auch immer,jedenfalls wurde ich durch eben jenen Opernbesuch in meinen Vorurteilen leider vollkommen bestätigt. Es hat mir alles viel zu lange gedauert(klar,wenn die Musik deutlich inhaltsgefüllter ist als die zugehörige Geschichte,dann muss man halt mal dreimal die selbe Szene spielen,darauf spielt übrigens auch der heutige Titel an,dies im Detail zu erklären würde aber den Rahmen dieses virtuellen Meckerkastens sprengen), ich bin nur bedingt empfänglich für klassische Musik(nicht dass ich sie nicht mögen würde, aber sie zieht meistens ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen an mir vorbei,so auch dieses mal),und die Worte „Heimat“,“Götter“,“Himmel“,“Vaterland“ und „Ehre“ (bekanntermaßen alles Dinge mit denen ich mich nicht wirklich identifizieren kann) machten gefühlte 90% des textlichen Inhalts aus(zumindest den Teil,den ich lesen konnte,der Text wurde nämlich an eine Wand projiziert,vor der aus meiner Richtung ein Kasten hing,dessen Zweck ich nicht ausmachen konnte),furchtbar. Dazu kam bedauerlicherweise,dass wir so weit weg saßen,dass ich die Statisten kaum erkennen konnte,weshalb ich die Person,die Anlass meines Opernbesuchs war,erst erkannte,als sich am Schluss alle Mitwirkenden verbeugten. Letzteres dauerte dann auch noch so lange,dass ich meinen Zug verpasste,und vom Egotronic-Konzert noch ganze 4 Lieder mitbekam,hmpf…
Aaaber weil ich mich doch immer bemühe, auch im Schlimmsten noch das gute zu sehen, seien hier auch die erfreulichen Erfahrungen des Opernbesuchs erwähnt:
1. Mein Patenonkel dachte einen Großteil der Zeit darüber nach, durch Schattenerzeugung der Adia Hasenohren zu verpassen(der Scheinwerfer war direkt hinter uns,wenn er aufgestanden wäre hätte er es sogar geschafft),was beweist,dass ich nicht die einzige war,die der Geschichte augenscheinlich nicht allzu viel abgewinnen konnte.
2.Mein in der 5. und 6. Klasse sehr verhasster Musiklehrer(er ließ uns in der 6. Sinfonien analysieren,eine Tätigkeit,die meinem ehemaliger Schlagzeuglehrer erst in seinem MusikSTUDIUM unterkam),der mittlerweile nicht mehr an meiner Schule unterrichtet,aber offenbar immer noch fleißig in die Oper geht, hat mittlerweile fast gar keine Haare mehr,hah!
3. Den beiden Typen mit den Trommeln(unten im Musikergraben) zuzusehen war sehr lustig, sie saßen sehr viel tatenlos herum und sahen mit genervtem Gesichtsausdruck den anderen Musikern zu. Das kam mir irgendwie bekannt vor,in meinen Bandproben damals durften auch immer alle unsinnig herumklimpern,nur ich nicht weil das ja dann gestört hätte,pah!
Soo,das muss nun auch mal reichen für heute, ich werde nun mal wieder weniger anspruchsvoller medialer Unterhaltung fröhnen.
Man liest sich.

Ui!

Hab ich von Torsuns Blog geklaut der es seinerseits vom Saalschutz Blog geklaut hat und weiß der Teufel wo die das wohl geklaut haben,aber das ist ja auch das Wunderbare am Internet,dafür haut mich hier keiner und verknackt wird man in der Regel auch nicht,hah!
Was ich eigentlich dazu sagen wollte war: Habe den Herren bisher nur gehört(jaja, der singt bei diesem einen Lied auf der Lustprinzipscheibe,das meine Freunde alle nicht mögen,versteh ich nicht,ich halte „Ich kann dich fahren“ für das mindestens drittbeste Lied auf dem Album) und musste nun verblüfft feststellen, dass er tatsächlich ganz genau so aussieht wie er klingt.Oder zumindest so wie ich mir Leute vorstelle die so klingen. Jedenfalls muss ich doch zugeben dass ich das saucool find, ich alte Rockmöhre,haha…